Electronic Beats News

TMA-1 DJ-KOPFHÖRER VON AIAIAI

KOMMT ENDLICH AUF DEN MARKT

26/08/10

Im Mai 2009 waren Electronic Beats die ersten, die über die neuen, schlicht gehaltenen Kopfhörer des schwedischen Designhauses AiAiAi berichteten. Sie entstanden in Zusammenarbeit mit Tartelet Records, Mannhandle and Thank You For Clapping und sogar der King of Hype Kanye West kündigte sie auf seinem Blog an. Wenn ihr ein Image-fixierter DJ seid (…und da kommen uns einige in den Sinn) und 180 Euro locker machen wollt, könnt ihr euch nun endlich eins dieser schönen, matt-schwarzen Schmuckstücke namens TMA-1 schnappen.

AiAiAi werben mit der besten Soundqualität und den besten Kombinationselementen: die Kopfhörer kommen mit wechselbaren Polstern - für den Club oder den iPod. Dezent und eher klassisch gehalten bieten sie eine tolle Alternative zu den meist prollig gehaltenen Modellen von Pioneer, Technics oder Sony. Allerdings wissen wir ja alle, wie markenhörig die meisten DJ’s sind.

Hier findet ihr weitere Infos.
Um euch ein besseres Bild von den Kopfhörern zu machen, könnt ihr euch weiterhin dieses Video ansehen:
TMA-1 cutdown B/W from AIAIAI on Vimeo.

AMERICAN APPAREL GEHT AUF DEM ZAHNFLEISCH

23/08/10

Die Gerüchte scheinen sich zu bestätigen: American Apparel, ein Unternehmen das mittlerweile für eine scheinheilige Firmenpolitik, die Vorliebe für halbnackte Mädchen und Lycra steht, scheint auf der Mission eine weltweite Arme von gleichgekleideten Hipstern zu erschaffen, gescheitert zu sein. Die Marke steht kurz vor der Insolvenz.

In der taz heißt es: “Medienberichten zufolge steckt der Konzern aus Los Angeles derart in finanziellen Schwierigkeiten, dass es bereits eine Vorladung vor den Staatsanwalt gibt. Der T-Shirt-Gigant mit dem sexy und politisch korrekten Label, dem die Pleite seit längerem nachgesagt wird, versinkt im Schuldensumpf - sein schillernder Gründer Dov Charney wird zum Problem.”

Es ist nicht neu, dass American Apparel seine ethischen Absichten nur als Verkaufsmittel benutzte und sich als eine sozial und politisch engagiertes Unternehmen tarnte. Die ethischen Anliegen wurden schnell als altbacken abgetan und Berater erkannten, dass SEX die Zukunft bedeutet. Dov Charney stimmte der neuen Verkaufsstrategie natürlich zu. Von diesem Zeitpunkt an stieg American Apparel in den Modehimmel auf. Die sexy Foto-Kampagnen, die Charney manchmal auch selbst fotografierte, wurden weltweit berühmt. Nur häuften sich mit der Zeit immer mehr Vorwürfe wegen sexueller Belästigung und anderer Delikte, denen Charney sich stellen musste.

Wir möchten diese Gerüchte nicht werten, wenn ihr einen besseren Einblick in American Apparel bekommen möchtet könnt ihr diesen Bericht von Rob Walker lesen. Wir wünschen American Apparel alles Gute.

BENE THE DRIVER

17/08/10

Koze

Seit dem Ende der 80er Jahre hat sich das technoide Nachtleben in großem Maße professionalisiert. Viele Clubs sind längst mittelständische Unternehmen und Top-DJs bekommen Gagen, die sie zu Spitzenverdienern macht. Doch damit ein Clubbetrieb läuft, bedarf es nicht nur der Plattendreher, dem Thekenpersonal und charismatischer Türsteher, sondern irgendwie müssen die DJs ja auch vom Hotel oder Flughafen in den Club kommen und betreut werden.

Superpitcher

Benedek Nagy aka Bene aus Wien fiel uns auf, weil er auf Facebook ganz wunderbare Momentaufnahmen mit seinen Fahrgästen präsentiert. Uns hat er erzählt, wie es dazu kam, dass ziemlich oft DJs und Produzenten in seinem Taxi sitzen: „Ich bin ein stinknormaler Taxilenker, aber Wien ist klein und die Szene überschaubar und so kam es, dass die Leute, die um mich herum sich damit beschäftigen, heute DJs und Veranstalter sind. Voller Eifer für die Karriere haben sie jedoch vergessen einen Führerschein zu machen… So führte eines zum anderen und es hat sich schnell herumgesprochen, dass es jemanden Verlässliches gibt, der einem diesen Teil des Abends abnimmt.“

Jahcoozi

Also fährt Bene unter der Woche ganz regulär Taxi und sorgt des Wochenendes dafür, dass die Musikmacher rechtzeitig vor ihrem Publikum stehen, geht mit ihnen Essen oder begleitet sie zu Interviews:
„Den Großteil der Musiker, die ich gefahren habe, höre ich selber, aber nicht aktiv. Das heißt, wir haben hier das Glück in Wien von zwei anspruchsvollen Radiosendern beschallt zu werden (FM4 und superfly!) und da ich sie sehr viel höre, bekomme ich viel mit. Es finden aber fast nie Gespräche über die Musik oder Produktionen statt, die führen sie ja schon in Backstageräumen und Studios. Allein die Jungs von Laserkraft 3D hab ich ausgequetscht, weil ich einfach das Video so genial finde und mich es interessiert hat wie es zustande gekommen ist.“

Moodymann

Da natürlich auch im Clubbetrieb nicht immer alles ganz reibungslos abläuft, Promoter mitunter verpeilt sind oder Flüge verspätet ankommen, fungiert Bene auch als Puffer:
„Wenn zum Beispiel irgendwelche Künstler angepisst aus Flieger steigen und mich beginnen anzumachen, sage ich meist: ‚Ihr könnt mich weiterhin anschreien, aber das Problem wird hier nicht gelöst werden. Sorry! Aber wir können auch eine angenehme Zeit verbringen, ich erzähl euch unterwegs was von der Stadt und wenn wir den Promoter dann treffen, machen wir ihn gemeinsam fertig!’ Das beruhigt sie meistens. Und der Veranstalter kriegt es nicht mit den geballten Emotionen zu tun.“Jennifer Cardini--Negative Erlebnisse gibt es kaum, die meisten Künstler beschreibt Bene als umgänglich:
„Guru von Jazzmatazz, Afura und Jeru The Damaja zu treffen, waren wirklich sehr angenehme Erfahrungen für mich. Rob Birch von den Stereo MCs, der 40 Minuten auf mich am Flughafen warten musste und nachher sah, dass die Autobahn wegen eines Unfalls gesperrt war, meinte nur: ‚Kein großes Ding! Gott sei Dank warst du nicht selbst in den Unfall verwickelt.’ Planet Asia begann vor seinem Auftritt noch im Auto zu freestylen und meinte, dass er noch ein wenig bleiben möchte. Allein bei den US-Rappern kommen manchmal Starallüren auf, welche sie dann doch ablegen, vermutlich wegen meiner unkomplizierten Art. Mit vielen habe ich mich auch, soweit es Facebook zulässt angefreundet, oder bin zumindest in Kontakt."

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